Aktuelles

Lesetipp: Die Ideologie des Augenblicks

Uwe Fleckner: Die Ideologie des Augenblicks. Ereignisbilder als Zeugen und Protagonsiten der Geschichte, in: Uwe Fleckner (Hg.): Bilder machen Geschichte. Historische Ereignisse im Gedächtnis der Kunst (Studien aus dem Warburg-Haus, Bd. 13), Berlin 2014, S. 11-28.

Wie erfassen Bilder historische Ereignisse und welche unsichtbaren, abstrakten Aspekte des eigentlichen Geschehens fließen in die Bildwelt ein? Mit anderen Worten: mit welchen Zutaten müssen Bilder ausgestattet werden, um historischen Ereignissen bildliche Präsenz zu verleihen. Dem Ereignisbild steht scheinbar der Begriff des Bildereignisses gegenüber, der seine Wurzeln in den Überlegungen u.a. der philosophischen Hermeneutik hat und der das Kunstwerk als etwas begreift, das nicht abgeschlossen und objektiv existiert. Darum widmet sich Uwe Fleck in seinem Aufsatz dieser Spannung und beleuchtet den Zusammenhang beider Begriffe.

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digi-texte: Das Zeug zur Macht

Peter Sloterdijk: Das Zeug zur Macht, Transskript des Vortrags auf der Konferenz “Communication next“, Karlsruhe 2006.

Von Heideggers Zeug-Begriff ausgehend, die Situation des postmodernen Subjektes beleuchtend, zieht P. Sloterdijk nüchtern seine Konsequenzen aus der Lage und findet zu einer umfassenden Definition des Begriffes ‘Design’.
Im Zentrum steht für ihn dabei zunächst die Fähigkeit des “gekonnten Nicht-Könnens”, weshalb der Autor wie folgt plädiert: “Insofern darf man Design als Souveränitäts-Simulation definieren: Design ist, wenn man trotzdem kann.”
Überraschend verortet er eine der Fundamente des Designs im Ritual und eröffnet zugleich einen Jahrtausende umfassenden Blick auf das, was wir zunächst für ein sehr modernes Phänomen halten.

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Camouflage! Interdisziplinäre Forschung zum Verbotenen und Verborgenen

Die 4. Jahrestagung des Vereins “Das Bild als Ereignis e.V.” setzt an jenen Schwellen der Kunstgeschichte an, um alles Verborgene und Verbotene zum Diskurs zu bringen, das bisher eher marginal betrachtet wurde.
Ziel ist es, im Rahmen der international ausgerichteten Tagung an der Universität Heidelberg ein differenziertes Licht aus den unterschiedlichen Disziplinen auf das Phänomen der Camouflage zu werfen. Die Vorträge der einzelnen Sektionen können auf die unten genannten Fragen eingehen, sind aber nicht auf diese begrenzt. Neben den ausgewiesenen Disziplinen der Kunstgeschichte aller Epochen sowie der Bild- und Gesellschaftswissenschaften ist die Tagung bewusst interdisziplinär gehalten, sodass neue Impulse etwa aus der Informatik, den Rechts- oder Naturwissenschaften, der Philosophie und Theologie oder den Theater-, Film- und Medienwissenschaften sehr willkommen sind. Vorschläge vom Wissenschaftsnachwuchs oder von etablierten Forschenden sind gleichermaßen erwünscht ebenso wie Vorschläge auf Englisch. Da die primäre Tagungssprache Deutsch sein wird, sind passive Deutschkenntnisse erforderlich, um eine fruchtbare interdisziplinäre Diskussion anzuregen. (weitere Infos)

 

Buchtipp: Was ist ein Ereignis?

Slavoj Zizek: Was Ist ein Ereignis?, Frankfurt a. M. 2014.

Was passiert, wenn etwas passiert? Was ist wirklich an dem, was passiert? Was ist ein Ereignis? Der Begriff des Ereignisses ist spätestens seit Heidegger zu einem zentralen Gegenstand philosophischer Unternehmungen geworden, die dem Sein ein allein statisches Wesen absprechen.
In seinem neuen Buch geht Slavoj Zizek diesem Begriff auf unterschiedlichen Wegen nach, ohne selbst den Anspruch zu hegen, eine Lösung zu liefern, sondern vielmehr nach den richtigen Konturen zu fahnden. Slavoj Zizek erkundet diese alte Frage, indem er Unterscheidungen trifft: Zunächst betrachtet er das Ereignis als Rahmung, als Sündenfall und als Aufklärung. Dann unterscheidet Zizek drei Ereignisse in der Philosophie: die Wahrheit, das Selbst, das Universale. Und schließlich spricht er über drei Ereignisse in der Psychoanalyse: das Reale, das Symbolische, das Imaginäre.

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Hinweis: 87. Kunsthistorischer Studierendenkongress Heidelberg 2014/15

Der 87. Kunsthistorische Studierendenkongress (KSK) wird vom 27. bis 30. November 2014 unter dem Motto „Ansichtssache“ in Heidelberg stattfinden. Neben der Präsentation individueller Blicke auf Kunstwerke aller Epochen und Gattungen soll auch der Austausch über methodische und theoretische Positionen angeregt werden. Als Vertretung und gemeinsames Sprachrohr aller Studierenden der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften im deutschsprachigen Raum bietet der KSK einen Rahmen, um Inhalte und Methoden unserer Disziplin gemeinsam zu besprechen und kritisch zu reflektieren. Das KSK-Team Heidelberg lädt Studierende aller Semesterstufen, vom Studienanfänger bis zum Promovierenden, sowie Volontäre herzlich ein, sich mit Vorträgen, Workshops oder anderen Formaten (Rundgänge, Round Tables etc.) an der Gestaltung des 87. KSK zu beteiligen.

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Ankündigung: Landpartie vom 24.10.2014-26.10.2014

Nach der Jahrestagung “Raumbilder – Bildräume” in Mainz werden wir uns nun in diesem Jahr noch zu einem gemeinsamen Ausflug mit Lektüre, Projektvorstellungen und Wanderung treffen. Für die gemeinsame Diskussion am Wochenende werden Texte von Robert Pfaller und Emmanuel Aloa bereitgestellt.

Ort: „Alte Dorfschule“ im hessischen Netze
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Buchtipp: Der Fall Beltracchi und die Folgen

Henry Keazor/Tina Öcal (Hrsg.): Der Fall Beltracchi und die Folgen. Interdisziplinäre Fälschungsforschung heute, Berlin [u.a.] 2014.
Die Fälschungen Wolfgang Beltracchis hinterließen nicht nur große Schäden in finanzieller Hinsicht: Auch in der Wissenschaft und auf dem Kunstmarkt tat und tut sich ein Minenfeld bislang kaum abschätzbaren Ausmaßes auf. Die vorliegende Studie nähert sich den Fälschungen Beltracchis mit einem interdisziplinären Blick, welcher der Komplexität von Fälschungsphänomenen Rechnung trägt: SpezialistInnen aus Kunstgeschichte, Rechtswissenschaft, Kriminalistik, Kunsttechnologie, Kunstmarkt, Sozialpsychologie und Wahrnehmungstheorie beleuchten dabei die verschiedenen maßgeblichen Aspekte.

Inhalt
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Jahrestagung: Raumbilder – Bildräume

Die Jahrestagung “Raumbilder – Bildräume. Zum Potential der kulturwissenschaftlichen Leitbegriffe Bild und Raum in der kunsthistorischen Forschung Jahrestagung” (18.-20.Juli 2014) in Mainz war ein voller Erfolg.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern, Referenten, Sektionsleitern und Helfern bedanken.
Weitere Informationen zur Tagung und anstehenden Publikation werden bald folgen.